Sunday, January 16, 2011

Wege zur Stille


Schon vor 6 Jahren habe ich Tinnitus, an dem jede(r) Fünfte leidet, in dieser Kolumne behandelt. Nun hat sich in bemerkenswerten Forschungsergebnissen erhärtet, dass uns Tinnitus im Kopf (und nicht im Ohr) plagt. Zwar kann eine Innenohrschwäche den Anfang machen. Werden Tonfrequenzen kaum mehr wahrgenommen, entsteht oft ein Tinnitus an derselben Frequenz. Die beteiligten Hirnareale können mit modernsten bildgebenden Messungen identifiziert werden. Zugelassene Tinnitusmedikamente gibt es bislang nicht. Dem komplexen Leiden im elektrischen Netzwerk des Gehirns versucht man mit magnetischen Stimulatoren habhaft zu werden. TMS, transkranielle Magnetstimulation, steckt aber noch in den Anfängen. Solide Heilung erfährt man zu Hause durch regelmässiges Hören der eigenen Lieblingsmusik. Diese ist etwas verfremdet, die Tinnitusfrequenzen müssen aus dem Tonspektrum des Stücks ausgeblendet werden. Es werden die „guten“ Frequenzen aktiviert und die „bösen“ unterdrückt, herausgefiltert. Notched music heisst das in Neudeutsch. Nach sechs Monaten regelmässigen Hörens dieser individuell angepassten Musik sind die Erfolge spürbar. Dass es lange dauert, ist von Vorteil, denn die neuroplastische Umorganisation wird so nachhaltig eintrainiert. Es stellt sich eine subjektive Tinnitusminderung ein, die auch messtechnisch nachweisbar ist. Demnach kann der Tinnitus auf demselben Weg bekämpft werden, auf dem er entstanden ist. Ermöglicht wird dies durch die Plastizität der Hirnorganisation. Bemerkenswert ist nicht nur das Verfahren an sich, sondern der Paradigmenwechsel in der universitären Medizin. Nun wird die Tatsache anerkannt, dass wiederholte akustische Reize das Hirnnetzwerk nachhaltig verändern können, mit phänomenalen Heileffekten. An dieser Einsicht hat Alfred A. Tomatis zeitlebens gearbeitet - seine Ideen wurden von der Medizin abgelehnt, da sie „wissenschaftlich nicht haltbar“ seien. Heute hat sich das Blatt gewendet. Die Heilung von Tinnitus - vor 6 Jahren ein Ding der Unmöglichkeit - ist in Reichweite.

Wie Migräne ist Tinnitus in den meisten Fällen ein (harmloses) Leiden mit einer enormen psychologischen Wechselwirkung. Wie jenes ist auch Tinnitus im Zentrum (funktionell) verankert und wird oft peripher (organisch) ausgelöst. Wie jenes stehen die Belästigungen in scheinbar paradoxer Beziehung zum Allgemeinzustand (Tinnitus kommt, wenn man sich entspannt).

Oft ist bei den Tinnitusfrequenzen auch eine Hörschwäche messbar. Um dies zu verstehen, stellen Sie sich vor, was passiert, wenn altersbedingt die Hörbarkeit der hohen Töne abnimmt. Diesem ganz gewöhnlichen Alterungsvorgang versucht das Hirn entgegenzuwirken, indem es den inneren Verstärker so umprogrammiert, dass die betroffenen Töne gleich laut wahrgenommen werden. Durch die höhere Verstärkung wird aber auch das cochleare Körpergeräusch bei diesen Tonlagen vernehmbar, ganz ähnlich, wie wenn man die hohen Lagen eines Verstärkers so weit aufdreht, bis sein Grundrauschen ertönt. Gleichzeitig wird die Dynamik verkleinert, denn der Verstärker ist bei höherer Verstärkung schneller am Anschlag, wo das Signal nicht mehr lauter werden kann, sondern verzerrt. Ein störendes Grundrauschen bei gleichzeitig geringerer Dynamik in den höheren Lagen - dies ist Alterstinnitus. Schwer verständlich ist dies eigentlich nicht.

Warum geht es in der Medizin manchmal so lang, bis man die einfachen Phänomene durchschaut? Und adäquatere Behandlungsformen findet? Die "gezielte Beschallung" mit Bandstopp-Filtern, die nun als neue Erkenntnis gepriesen wird, hat Alfred A. Tomatis vor 10 und mehr Jahren publiziert, und damit seine jahrzehntelange empirische Forschungstätigkeit zusammenfasst. Er war ein selbständig denkender Aussenseiter und hat als praktizierender Arzt geforscht. Er wurde von der Medizin verlacht, nicht ernst genommen und noch heute nicht zitiert.

Die folgenden Schemata sollen nochmals veranschaulichen, wie einfach doch alles zu verstehen ist:Fig. 1: Das junge Gehör verstärkt im ganzen Hörbereich (bis zur schwarzen Linie) so, dass das organische Grundrauschen (blau) unter der Wahnehmungsschwelle (Linie gelb gestrichelt) liegt. Der junge Mensch hört nur, was von aussen kommt.
Fig. 2: Das breitbandige Gehör (20 - 20'000 Hz) erleidet im Alter bei hohen Frequenzen einen zunehmende Hörschwäche, organisch bedingt. Die Dynamik (Abstand der maximalen Aussteuerung zum organischen Grundrauschen) nimmt dem entsprechend ab.Fig. 3: Selbstverständlich kompensiert das Gehör, indem es die cochlearen Bereiche afferent umso eher verstärkt, je schwächer das Ohr den Schall in Nervenimpulse umzuwandeln vermag. Das Grundrauschen wird entsprechend verstärkt in diesen gestörten Frequenzbereichen. Es liegt dort über der Hörschelle und wird als Tinnitus wahrgenommen. In diesem Fall ist es ein Cluster bestehend aus vielen hohen und höchsten Frequenzen, das sich wie eine Art Sieden anhört. Diese Hörstörung ist im Alter weit verbreitet.

Quelle: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1056345

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Thursday, October 7, 2010

Das Hirn ist kein Computer

Puls vom 27.09.2010
Der Film über Psychofonie beginnt bei Minute 8:30 (Glider nach rechts vorschieben)

„Das Hirn ist kein Computer – es arbeitet wie ein Herz, nämlich rhythmisch“, sagte Daniel Jeanmonod, Neurochirurg am Universitätsspital-Zürich. In der Tat leiden in der Schweiz gegen 20000 Menschen an Rhythmusstörungen im Thalamus, einer walnussähnlichen Formation mitten im Hirn. Winzige Zellgruppen feuern dort dysrhythmisch, nicht im Takt, wodurch sie das riesige Nerven-Orchester des Thalamus empfindlich stören. Zwischen Hirnrinde und Thalamus steigen diese Rhythmusbotschaften auf und ab. Es gibt keine Funktion, die aus dem Hirn kommt, die nicht durch Thalamus-Rhythmen gesteuert ist! Über der Hirnrinde kann das Spiel durch den Schädel hindurch mit oberflächlichen EEG-Elektroden elektrisch abgehört werden. In diesem Orchester mitten im Gehirn sitzen zuweilen auch schlechte Musiker, die für scheinbar so verschiedene Leiden wie chronisch neurogene Schmerzen, Tinnitus, Formen der Epilepsie, Parkinson, Impulsstörungen, alle in heftigster Ausprägung, ursächlich verantwortlich sind. Jeanmonod schaltet sie mit Hitzesonden, neuerdings sogar unblutig mit Schallwellen aus, die aus 1000 Lautsprecherchen von aussen, durch den Schädel hindurch, den Thalamus kubikmillimetergenau treffen. Bemerkenswert ist, dass die Ausschaltung zwar plötzlich erfolgt, die Auflösung der Symptome aber Wochen dauern kann, bis im Thalamus ein neues Konzertprogramm einstudiert ist, das ohne diese störenden Musiker auskommt. Weil damit auch grosse Ängste verbunden sind, wird dieser Heilungsprozess psychotherapeutisch begleitet.

In der Psychofonie benützen wir einen ähnlichen Weg: Wir nehmen das EEG in einem Moment, wo es nicht durch Symptome gestört ist, wenn es dem Patienten gut geht also, und wandeln es in Schallwellen um. Dies geschieht im Labor mit dem Computer, dergestalt, dass eine Notenpartitur entsteht. Die Notenschrift hat sich seit Jahrhunderten für das Musikhören bewährt. Im Computer lassen wir Lieblingsinstrumente des Patienten die Notenlinien spielen und brennen davon einen Hör-CD, fertig ist das Musikament. PULS im SF1 hat neuerdings darüber berichtet (s. Film oben). Mit Psychofonie geht es wie nach der minimal invasiven Hirnoperation: Die Symptome werden immer kleiner, bis sie nach Wochen Hörtraining (sprich Psychotherapie) ganz wegbleiben. Sie verschwinden ganz einfach. Das kann erschrecken, wenn man jahrelang unter schwerster Migräne gelitten und nichts geholfen hat!

Solche Heilmethoden mögen traditionellen neurologischen Paradigmen widersprechen. Auf den zweiten Blick aber entsprechen Sie einem neueren Verständnis komplexer Natur, die auch im Hirn immer nach neuen Fliessgleichgewichten strebt. Die damit befasste Synergetik wurde von den besten Köpfen der Naturwissenschaft längst entdeckt. Es gibt, wie sie fanden, keinen Dirigenten, der im Thalamus den Taktstock schwingt, es ist das Ensemble selbst, das aus sich heraus das Wunder lebendiger Musik hervorbringt. In selbstähnlicher Entsprechung hebt die vielfach grössere Hirnrinde ebenso zu schwingen an. Es ist ein anerkanntes Todeszeichen, dass dieses EEG-Schwingen versiegt. Achtsame Menschen wissen, dass sie im Innersten Musik sind, so wie auch die Planeten und die Sterne singen. Die Heilung liegt im Wiederfinden der je eigenen Musik. Wenn jemand sagt, ich brauche keine Psychofonie, ich habe meine Musik, die mir hilft, Trost, Ruhe, Erholung, Schmerzlosigkeit und Heilung zu finden, antworte ich, das glaube ich Ihnen. Fahren Sie damit fort. Doch viele Menschen glauben nicht an die Kraft der richtigen Musik, oder wissen nicht, welche Musik für sie die Beste ist. Ihnen allen steht nun die Psychofonie zu Dienste. Seit 15 Jahren haben wir einen Weg erprobt, über welchen das wirksame Musikament individuell hergestellt werden kann, aus einem einzigen perönlichen EEG. Wir wissen aus Studien und Erhebungen, wovon wir sprechen. Für Menschen, die ihre eigene Psychofonie bekommen, ist es eine Art "nach Hause kommen", wenn sie es hören. Sie dürfen festhalten: So tönt mein Hirn, wenn es mir gut geht. Das wirkt! Wie sehr es wirkt, zeigt die neueste Studie im Originalartikel von Bruno Fricker und Burkhardt Seifert: Langzeiterfolge mit Psychofonie - Schmerzlinderung und Entspannung durch EEG-basierte Klangfolgen. Die schweizerische Arzt- & Spitalrevue, Nr. 1-2, 2010, S.48-50. (Link)
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Irène Dietschi: Operieren ohne Skalpell, Gehirnoperationen mit Ultraschall, 21. Juni 2009, NZZ am Sonntag (Link)
Daniel Jeanmonod: Hirnrhythmen in Gesundheit und Krankheit. Psychofonie-Symposium. 2001 (Link)
György Buzsáki: Rhythms of the Brain. Oxford University Press, 2006, 448 p.

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Sunday, July 18, 2010

Psychofonie - neue Heilmethode für Ärzte in der Grundversorgung



Diese Zeilen richten sich an praktizierende Ärzte, die an einer effizienten Heilmethode für funktionelle Beschwerden interessiert sind. Sie finden hier ein Tutorial über die Psychofonie-Methode, das Ihnen in kurzer Zeit ein gründliches wissenschaftliches Verständnis ermöglichen wird. Ich geben Ihnen dazu eine 7 Punkte-Übersicht mit Hyperlinks zu den vertiefenden PDF-Dateien.

1) Der "Spiritus Rector" der Psychofonie ist Professor H.-G. Trzopek in Berlin. Als Nervenarzt mit neurologischem und psychiatrischem Hintergrund, als Klinikleiter sowie als langjähriger Verantwortlicher für die ärztliche EEG-Schulung in Berlin-Brandenburg hatte er den enormen Wert dieser Methode als erster erkannt. Seine erste Studie war eine offene Anwendungsbeobachtung im Jahr 1998 (Autoren Trinka, Unterreiner und Trzopek). Diese Arbeit zeigt bereits, wo die Psychofonie vor allem wirkt.

2) Gleichzeitig übernahm ich die Vertriebsrechte für die Schweiz und engagierte mich hier für die Verbreitung und labormässige Herstellung der Psychofonie, dies sehr erfolgreich bis heute und auch weiterhin. Das Kantonsspital Glarus (1999, Professor Kaspar Rhyner, Chefarzt Innere Medizin, Fönkanton) machte als erstes eine eigene Studie mit einem Zeithorizont von 1 Jahr, bei Migränepatienten. In dieser Arbeit wird die Dynamik des Wirkungseintritts und der Wirkungserhaltung nach 3-4 Monaten erstmals sichtbar, ein grundlegendes Faktum, das sich immer wieder bestätigte.

3) Etwas später (2002) wurde an den Unikliniken Erlangen, Salzburg und Berlin eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie durchgeführt. Man wollte herausfinden, ob das Argument "eigenes" EEG keine Täuschung ist. In der Tat, Psychofonien, die vom Patienten-EEG selbst errechnet wurden hatten eine signifikant bessere Wirkung, als Psychofonien, die von einem randomisierten EEG ohne Eigenanteil errechnet wurden.

4) Damit war der Weg frei für eine breitere Nutzung dieser EEG-basierten Audioregulationstherapie und für eine Erprobung nicht nur bei Kopfweh und Migräne. Von der SUVA und weiteren Versicherungsgesellschaften wurde die Anwendung bei Schleudertrauma finanziert. Die ermutigenden Ergebnisse sind hier zusammengefasst.

5) Wir veranstalteten zur öffentlichen Diskussion jährlich ein Symposium. Darüber gibt es in der Schriftreihe Psychofonica Facta Wissenswertes zu lesen. Ich erwähne Nr. 3 mit einem Aufsatz über Hirnfunktionen und EEG (Symposium 2005 mit Professor H.-G. Wieser, Epileptologe in Zürich), Nr. 4 über Neuroplastizität (Symposium 2006 mit Professor Jäncke, Neuropsychologe in Zürich) und Nr. 5 mit Gedanken über Selbstorganisation und Anwendung der Psychofonie bei Traumatisierten (2007 mit Vortrag vom Psychofonie-Anwender Dr. Markus Fischer für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin, Leiter IBP-Institut und Ausbildner). Am Schluss finden Sie dort eine kurze Anleitung zur Befestigung von EEG-Klebeelektroden. Zusammen mit dem aktiven und erfolgreichen Anwender Dr. med. Klaus Tereh schrieb ich das Buch Psychofonie - Die heilkräftige Klangquelle in meinem Kopf.

6) Im Jahr 2004 trug ich diese eigentlich neurophysiologische Methode der Schweizerischen Gesellschaft für Neurophysiologie vor, wo ich insbesondere betonte, dass die Wirkungen direkt vegetativer Natur sind (Link 1, Link 2). Sie finden in diesem Referat auch eine knappe Zusammenfassung der technischen Durchführung.

7) Last not least haben wir die nun gut 12 Jahre Erfahrung in der Nutzung von Psychofonien in der Schweiz in einer umfangreichen Fragebogen-Studie festgehalten. Es ergeben sich sehr motivierende Aussagen zum Anwendungsspektrum, zum Langzeiterfolg und zur Compliance mit der Psychofonie.

Ich bin interessiert, Ihnen im Rahmen Ihrer ärztlichen Praxistätigkeit die Psychofonie-Anwendung zu ermöglichen. Um mit Ihnen die Modalitäten im Einzelnen zu besprechen, bitte ich Sie, mit mir Kontakt aufzunehmen. Vielen Dank!

Bruno Fricker, dipl. Physiker ETH
E-Mail: forum@psychofonie.ch
Tel. 044 715 54 27
Fax. 044 715 54 47

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Monday, June 8, 2009

Berührungspunkt


Auf der Suche nach einem bessern Verständnis seiner Medizinphysik begegnet der Nachdiplomstudent in Psychofonie einem erfahrenen Kopfwehspezialisten. Die beiden hatten schon vor Jahren ein Problem mit einem neuen Messgerät für Aktionspotentiale gemeinsam gelöst und verstanden sich von da her nicht schlecht. Der Neurologe weiss die Kompetenz und Zuverlässigkeit des Medizinphysikers zu schätzen, der ihm in einer mehrstündigen Fernoperation über Nacht ein Computerprogramm wiederhergestellt hatte. Wäre dies nicht gelungen, hätte der Neurologe, der in jener Nacht unruhig schlief, frühmorgens eine Reihe von Patiententerminen absagen müssen, was ihm die Vorstadtklientel da und dort übelgenommen hätte. Schon während seines Studiums frönte der Medizinphysiker seiner beruflichen Leidenschaft, er baute medizinische Geräte, um in den Biosignalen versteckte Informationen darstellen zu können. Er gründete zu diesem Zweck eine eigene Firma, als seine Kollegen am Institut noch Doktorgrade anstrebten. Infolgedessen geniesst er heute die Ungebundenheit, fühlt aber den Stachel fehlender akademischer Würde, was ihn umso stärker an die medizinische Wissenschaft bindet. So umkreist und umkreist er die tollen Ergebnisse seiner Neurocomputer und seiner Kopfschmerz-Neurotherapie mit wissenschaftlichen Überlegungen und Narrenfreiheit, stellt Hypothesen auf, testet diese im Feldversuch, studiert die Geschichte der Neurophysiologie und findet, dass sich die hiesige Neurologie nicht angemessen entwickelte in Bezug auf die Vorgänge im Zwischenhirn und die von dort gesteuerten vegetativen Funktionen, trotz des Zürcher Nobelpreises anno 1949. Die Zwischenzeit wurde für adäquate Forschung definitiv zu wenig genutzt. Nicht zuletzt wegen der Shareholder entwickelte sie sich einseitig pharmakologisch. Sonst wäre heute viel mehr Verständnis vorhanden für die Psychofonie.

In dieser Zirkumambulation der brachliegenden vegetativen Medizin stiess der Student auf eine Arbeit über MUK des Kopfwehspezialisten. "Durch Medikamenten-Überkonsum verursachte Kopfschmerzen (MUK) kommen bei rund 1% der Gesamtbevölkerung vor", liess dieser verlauten und setzte hinzu, "mit einer starken Zunahme der Prävalenz in den kommenden Jahren (heute) ist insbesondere bei Jugendlichen zu rechnen... Therapie der Wahl ist der Entzug des verursachenden Medikaments." Diese Paradoxie hatte den Nachdiplomstudenten in Psychofonie schon immer schwer irritiert, die Medizin gibt die Medikamente, die sie später wieder entziehen muss. Ist es der Wissenschaft und Weisheit letzter Schluss, so zu (be-)handeln? Offenbar schon, denn die offiziellen Richtlinien der Kopfwehtherapie lassen sich genau so lesen. Frei denkende Forscher, etwa der grosse Migränekenner Oliver Sacks, bezeichnet dieses Vorgehen als «irrwitzige Polypharmazie»[1]. Man muss wissen, dass des Medizinphysikers liebstes Kind die Psychofonie ist, die unter anderem selbst ein wirksames Migränemittel ist, und erst noch eines, das sich vom EEG und damit von der funktionellen Organisation des Zwischenhirns herleitet. Die Veröffentlichung über MUK ist dem Medizinphysiker deshalb wie ein ermutigender Fingerzeig vorgekommen. Wagte hier ein Kopfwehspezialist seinen Kollegen die Stirn zu bieten? Deshalb schrieb der Medizinphysiker eine E-Mail und sprach den Kopfwehspezialisten auf den neuen Berührungspunkt an. Die Antwort kam, aber anders als erwartet (Antwortmail hier gekürzt):

„... Ich kann mit der Psychophonie sehr wenig anfangen. Für mich ist es eine zwar in gewissen Fällen wirksame Methode gegen Kopfschmerzen. ... Entspannen können sich Kopfwehpatienten, indem sie sich während derselben Zeit ansprechende beruhigende Musik anhören. Das hilft genauso gut wie Psychophonie!

Da bei Schmerzen derjenige Recht hat, welcher sie bessert oder gar beseitigt, lasse ich Sie und ihre Patienten im Glauben, die Psychofonie sei besser, Hauptsache sie hilft!"

Heiterer Blitz und Donnerschlag! durchfuhr es den kreativen Gerätebauer. Und das in einer Zeit, in der 70% der Bürger für mehr Komplementärmedizin einstehen. Nicht nur darin, dass man Psychofonie mit «ph» zu schreiben hat (damit man sie mit der Gesangstherapie in Frankreich verwechselt), man lässt uns und «unsere» Patienten «im Glauben», die Psychofonie sei besser. Statt unsere sorgfältigen Studien erst zu nehmen, tut man sie mit Ausrufezeichen als Pseudowissenschaft ab. Sind denn «unsere» Patienten nicht auch ihre Patienten? Sind denn nicht die meisten dieser Patienten schulmedizinisch austherapiert und von der Polypharmazie enttäuscht, viele schwer geschädigt, entzugsbedürftig, miserabel eingestellt, hilflos im Regen stehen gelassen? Wie deckt sich eine solche Abfuhr mit der vom Professor drei Jahre früher publizierten Sorge wegen «einer starken Zunahme der MUK-Prävalenz in den kommenden Jahren». Dreimal täglich 10 Minuten beruhigende Musik zu hören helfe genauso... Wie entwickelte sich die MUK-Krankeitshäufigkeit «insbesondere bei Jugendlichen», die täglich stundenlang Musikhören? Sind unsere Studien nur Tam-Tam? Dabei wurde randomisiert und doppelblind und multizentrisch[2] schon nachgewiesen, dass bereits eine Psychofonie nach patienteneigenem EEG statistisch signifikant besser wirkt im Vergleich zu Musik mit Klangfolgen, die ununterscheidbar gleich klingen. Wären die MUK-Betroffenen nicht schon von sich aus auf diese Möglichkeit gekommen, hätten sie sich nicht selbst mit Musik aus dem Elend geholfen, wenn das mit Musik funktionieren würde? Warum hat nicht jeder Neurologe eine musikalische Apotheke in seiner Praxis, wenn beruhigende Musik doch genauso hilft? Gibt es nicht Menschen, die mit aufreizenden Techno-Beats ihre Verspannungen lösen? Haben die Neurologen denn kein Verständnis dafür, dass bei der Kopfschmerz-Beseitigung mit Psychofonie eine vegetative Konditionierung stattfinden könnte, die wie bei der Dressur von Säugetieren 4 Monate braucht, bis sie sich verfestigt, während die Entspannungswirkung schon sofort nach Psychofonie-Therapiebeginn spürbar ist. - Solche Gedanken fuhren dem Medizinphysiker durch den Geist.

Sind die Migräneärzte nach vielen Jahren Ausbildung und Praxiserfahrung nicht einfach blind für das enorme Placebo-Potential des EEGs, das in der Psychofonie über das Gehör regularisierend wirkt? A priori bodigen sie folglich die Psychofoniemethode, «weil nicht sein kann, was nicht sein darf». Betroffenen Patienten indessen leuchtet ein solcher Zusammenhang oft unmittelbar ein. Selbst wenn aus heutiger Sicht der neurophysiologische Regelkreis über das vertonte EEG noch schwer verstanden werden kann – auch wenn die Black-Box der Umwandlung in Klänge geöffnet würde[3] – so liegt es doch auf der Hand, dass kein Biosignal so nah am subjektiven Erleben haftet und alle Beeinträchtigung durch Leiden und Schmerzen, aber auch die Selbstvergessenheit des gesunden Wohlbefindens so direkt und sekundenschnell auszudrücken vermag, wie das EEG. Das EEG ist das einzig messbare Abbild meines momentanen Befindens, das durch das vegetative System erzeugt wird in meinem innersten personalen Kern. Das EEG, in Musiknoten ausgedrückt, ist deshalb ein ideales Medium einer Selbstbegegnung, was zumindest einen heilenden Placebo-Effekt im besten Sinne wieder und wieder anstossen kann. Jeder Patient darf und soll wissen, dass in der Psychofonie sein ureigenes EEG dargereicht wird, ein Abbild von damals, als er und sie in einem bestmöglichen Zustand waren.

Das wirkt! Was nachgewiesen wurde! Nach 10 Jahren Psychofonie-Forschung gibt es keinen Grund mehr, diese Resultate zu verachten und die Wirkung kleinzureden. Es ist längst Fakt, man muss keinen Glauben bemühen. Wohl braucht es aber etwas weniger Voreingenommenkeit, dafür mehr Wertschätzung für das Elektroenzephalogramm, in welchem u.a. Petsche, Lehmann und Protesenkonstrukteure längst einen Ausdruck höherer und höchster Hirnfunktionen nachgewiesen haben.
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[1] Begriff in Anlehnung an James Lance, President of the International Headache Society 1987-89 und Preisträger der American Association for the Study of Headache. Es hat 50 Jahre gebraucht, bis die Neurologie anerkannte, dass die im Tierversuch gefundene Spreading-Depression oder kortikale Streudepolarisierung dasselbe wie eine Migräne-Aura ist, dass mit anderen Worten Tiere auch Migräne haben.
[2] Trinka E, Unterrainer J, Luthringshausen G, Iglseder B, Ladurner G, Loew T, Trzopek HG. An Auditory Electrophysiological Intervention in Migraine: A Randomized Placebo Controlled Add On Trial. J Neurotherapy 2002;6(2):21-30
[3] Das Verfahren der Psychofonie-Tonumwandlung wurde eigentlich in der oben erwähnten Doppelblind-Studie schon recht genau beschrieben. Hier ist dieser Text:



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Sunday, September 28, 2008

Rumba Clave

video
Rumba Clave[i]

1'+2+'3+4+'1+2'+3'+4+... Im Videoportal YouTube[ii] bieten sich tolle Hilfen an, um neue Fertigkeiten zu erlernen. Nichts ist besser geeignet, einen ungewohnten Bewegungsablauf zu verstehen, als das Medium Film. In YouTube.com kommen Videoclips jeder Art per Stichworteingabe auf den Bildschirm. So führt „Rumba“ zu Schlagzeug- und Tanzdarbietungen im Latino-Stil. Wer etwas genauer hinschaut, sortiert eigentliche Kurslektionen aus. YouTube wird von professionellen Schulen als Schaufenster benützt. Rhythmische Figuren werden am Schlagzeug didaktisch aufgebaut, was leicht aussieht und zum Nachspielen einlädt.[iii] Sie erweisen sich aber als harte Brocken, wenn man nicht selber Afro-Kubaner ist.[iv]

Bunte Bilder wie Wirtshausschilder in einer belebten Gasse führen zu Eingangstüren, man klickt und steht mitten drin in einem richtigen Schlaraffenland für Lernbegierige. Musiknoten, Klatschmuster, Snare- und Bass-Drum, Becken- und Hithat-Schläge werden einzeln demonstriert und im Zusammenspiel gezeigt. Bis es endlich klappt, vergehen Stunden, Tage. Ähnlich verhält es sich mit den Rumba-Tanzfiguren.[v]

Die Neurowissenschaften wissen, dass in jedem Lebensalter, zumal bei Senioren, Neues geübt und erlernt werden kann. Das Hirn bleibt plastisch. Durch beharrliches Üben bilden sich Unmengen neuer Verbindungen. Der Zürcher-Professor Jäncke hat diese Wachstumsvorgänge im Hirn genau vermessen.[vi] Oliver Sacks beschreibt in seinem neuesten Buch wie die einzigartige Kraft von Rhythmus und Musik das Gehirn in komplexer Weise nachhaltig verändert. [vii]

Man kann es auf dem Schlagzeug hören und in den Beinen fühlen, wenn es soweit ist. Ist man erst mal im Flow oder Groove[viii], macht es riesig Spass. Man fühlt sich jung und gut, wenn man über Nacht zum Latino-Tänzer und -Drummer wird. Das Internet ist ein vitaler Jungbrunnen für Körper und Geist. 1'+2+'3+4+'1+2'+3'+4+... gibt neuen Schwung. Rumba, Samba, Tango, Cha-cha-cha, echte lateinamerikanische Lebensfreude ist erreichbar dem, der klickt.
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[i] Die Clave (span. (Noten-)Schlüssel) ist das Rückgrat der Latin-Music. Es ist eine rhythmisches Muster von 5 Schlägen, welches in Varianten auf den Claves (zwei Holzstäben) gespielt wird. Das obige Muster bezeichnet die Rumba Clave, die ich auf dem Schlagzeug eingeübt habe → Clave bei Wikipedia und http://rumbaclave.blogspot.com und www.formedia.ca/rhythms/1clave.html
[ii] www.youtube.com
[iii] http://www.youtube.com/watch?v=MdofVXugy1g&fmt=18
[iv] http://www.kaisers-online.de/tanzen/index.htm zeigt eine andere Art animierter Einführung der Grundschritte im Paartanz, nämlich durch trickfilmartig bewegte Fussabdrücke. Hierbei geht allerdings die Körperhaltung verloren, die auch sehr wichtig ist.
[v] www.youtube.com/watch?v=mOgHz8utNc8 oder rumba, dann dance, dann Auswahl; siehe auch Fred Astaire Dance lessons
[vi] www.brainmusic.org/EducationalActivitiesFolder/Munte_plasticity2002.pdf The musician’s brain as a model of neuroplasticity. In Nature Reviews Neuroscience, Volume 3, June 2002, p.473-478
[vii] Oliver Sacks: Der einarmige Pianist. Über Musik und das Gehirn. Rowohlt 2008, 398 S.
[viii] Schlagen Sie auch diese Wörter bei Wikipedia nach, es lohnt sich.

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Sunday, April 20, 2008

Heute etwas Schubert gehört


Heute etwas Schubert gehört, aus seiner Klaviermusik zu vier Händen, vorzüglich verbunden mit einem Nickerchen an einem Sonntagnachmittag. Warum werde ich durch das Hören dieser wunderbaren Musik immer in ein grünes Land entführt? Sie ist mein Inbegriff einer längst vergangenen ländlichen Idylle, wie wir sie einst im unteren Sittertal erlebten, an einem verschlafenen Juninachmittag in der Gesellschaft summender Insekten. Die nächste lärmende Strasse liegt unhörbar hinter bewaldeten Kuppen. Auf einem Flurweg zieht noch ein Pferd den Wagen, sonst ist da kein Laut. Träg und breit mäandert der Fluss in dreiviertel Schleifen durch Auen und verlorene Wälder. Weit und breit kein Haus, kein Mensch und kaum ein Wanderweg. Solche Idyllen gibt es noch, auch in der Schweiz, aber man muss sie entdecken. Zu Schuberts Zeiten mögen sie in der Landschaft rund um Wien normal gewesen sein. Als ich damals, jung verheiratet, mit meiner Allerliebsten dem Fluss entlangging, spürte ich es auch: Eine Welt schimmernd in Wehmut über eine längst verlorene Einsamkeit, die man, wie ein Glücksrausch, nur für einen Augenblick geniessen darf. Ein verklärter Augenblick, wo alles stimmt, wo nichts die sinnliche Tiefe zerreisst, wo das Pendel stille steht, wo ein fernes Lied von nirgendwo heranklingt und die Seele fortträgt «als flöge sie nach Haus».

Synästhesie zu Schuberts Musik, mit Augen, Ohren, Geruch und mit dem ganzen Gemüt.

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Tuesday, December 25, 2007

Marathon-Gebrauchsmusik

Schon der Rattenfänger von Hameln wusste, dass Musik mobil macht. Indem er sich anerbot, mit seiner Flöte die Stadt von den aufsässigen Nagern zu befreien, erwies er sich als Meister in einer besonderen Gebrauchsmusik: Wie auf Kommando huschten alle Ratten und Mäuse aus ihren Löchern dem musikalischen Entführer nach. Sie folgten ihm sogar in den benachbarten Fluss, wo sie elendiglich ertranken. Später waren es dann die Kinder der Stadt, die der Musiker betörte und entführte, aus Rache, weil man die Wirkung seiner Musik gering schätzte und ihn für die klingende Schädlingsbekämpfung nicht wie versprochen bezahlen wollte.[1]

Wer Waffengefährten rekrutieren will, muss zur Trommel greifen. Jeder Armeekommandant weiss um die wesensverändernde Kraft flotter Musik. In jedem Polizeikorps, sogar in Feuerwehren, erklingt Brass- und Jazz-Musik, um die Sinne zu aktivieren und um die Beine bei Bedarf in Bewegung zu versetzen. Der Extremkletterer Oswald Oelz summte stets einen Ohrenwurm, eine innere Melodie, die sich immer dann einstellte, wenn er mit besonderer Kraft und Ausdauer stundenlang stiegt. In den Baumwollfeldern der Südstaaten wurden a capella Worksongs skandiert.[2] Rhythmus stärkt den Arbeitseifer, den Korpsgeist oder gar den Kampfgeist, je nachdem. „Musik macht für viele das Laufen zur Lust“, titelt die NZZ.[3] An Volksläufen ist die Begleitmusik im Kopfhörer ein hierzulande toleriertes Motivationsmittel. Es macht die verbissene Lauf-Plackerei erträglich. Musik treibt an und verhindert, zu sehr auf seinen Körper zu horchen, der in Grenzsituationen nur zu gerne Übungsabbruch signalisiert. Musik am Marathon bewirkt eine völlig unbewusste Regularisierung autonomer Körperfunktionen, wodurch sich die Belastungsgrenzen erweitern lassen.

Mister Sony erschloss 1979 ein riesiges Konsumpotential, als er den Walkman erfand. Wer damals mit einem Kopfhörer herumlief, wurde anfangs belächelt, dann kopiert. Die Jungen entdeckten, dass in ihren Lieblingssongs eine Kraft steckt, um im Dschungel der Grossstadt mobil, bei Laune und bei sich selbst zu bleiben. Die Mikroelektronik verzehnfachte den Trend: Dank Internet, digitaler Kompression (MP3) und Miniaturisierung (iPod und ähnliche MP-Player) ist der persönliche Rhythmus heute überall wie Luft zum Atmen verfügbar. Heerscharen normaler Menschen wollen nicht mehr darauf verzichten – weil ihnen das Musikhören, das Hereinziehen der persönlichen Chillout-Melodie gut tut.

Übrigens: Psychofonie-Klangfolgen erweitern das Regenerations-Instrumentarium beträchtlich, denn die vom eigenen Ruhe-EEG abgeleiteten Klangfolgen erweisen sich als besonders wirksam, sogar bei Schmerzen, Migräne, nervösen Magendarmstörungen, Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Ähnlichem.

Und nun soll in den USA – man lese und staune – die persönliche musikalische Konditionierung in Volksläufen verboten werden. Läufer, die mit dem Knopf im Ohr erwischt werden, sind disqualifiziert.

Wer bekämpft(e) die Taliban? – Und was hatten diese Fundamentalisten verboten? Das Musikhören! Und nun kommt von der Anti-Taliban-Kultur das Musikverbot hausgemacht wieder zurück. Was in Kabul heute normal ist, wird nun in den USATF[4] verboten. Man forsche nach den Gründen. „Die Prämien der Haftpflichtversicherungen sind höher, wenn wir Musikgeräte zulassen“, wird der US-Marathon-Veranstalter zitiert. Aha! Wie schon weiland in Hameln, will man auch heute für die Kosten nicht gerade stehen. Was die Taliban religiös unterdrücken, unterbindet in den USA der Mammon. Leider sagt der Bericht nicht, was die Haftpflichtmathematiker befürchten, wenn sie am Marathon Musik zulassen. Ich vermute, dass es ein Missverständnis ist.

Musik und Rhythmus sind ein mächtiges Flussmittel, ein Lockerungs- und Befreiungsmedium im eigenen Körper, aber auch in Körperschaften und in der Gesellschaft. Wer solches verbietet, unterdrückt die Menschen, schafft Unfreiheit. Und: Der Takt im Laufen hat viel mit Musik zu tun. Vom Laufen zum Tanzen ist nur ein kleiner Schritt. Doch davon später!
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[1] Siehe Deutsche Sagen Nr. 245 von Brüder Grimm bei http://gutenberg.spiegel.de/; es gibt viele ähnliche Sagen über die spezifische Wirkung von Rhythmus und Klangfolgen, in allen Kulturen.
[2] Bei Wikipedia unter Worksong: Dadurch entstand ein starker Rhythmus, der den Arbeitsablauf leitete. Er hielt zum einen die Konzentration jedes Einzelnen aufrecht und sorgte zum andern für bessere Koordination der Bewegungen, lenkte alle Sänger von der Monotonie der Arbeit ab, erleichterte ihre gemeinsamen Bewegungsabläufe und steigerte so ihr Durchhaltevermögen. Oft wurden dieselben bekannten Melodien bei neuen Arbeiten mit neuen Texten unterlegt, um die schon eingearbeitete Gruppe zusammenzuhalten.
[3] NZZ am Sonntag vom 16. Dez. 2007, S. 59
[4] http://www.usatf.org/ organisiert den Laufsport in den USA


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